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Können diese 9 beliebten Nahrungsergänzungsmittel Leber und Nieren stärker belasten? Was Sie darüber wissen sollten

 


 Meta-Beschreibung: Nahrungsergänzungsmittel können in bestimmten Situationen sinnvoll sein. Erfahren Sie, welche Präparate bei hoher Dosierung besondere Aufmerksamkeit verdienen und wie Sie Leber und Nieren langfristig unterstützen können.

Nahrungsergänzungsmittel: Immer sinnvoll – oder manchmal zu viel des Guten?

Viele Menschen beginnen ihren Tag mit Vitaminen oder Nahrungsergänzungsmitteln, um ihre Gesundheit zu unterstützen und mögliche Nährstofflücken auszugleichen. Das wirkt auf den ersten Blick wie eine vernünftige Gewohnheit.

Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, dass einige Präparate Leber und Nieren zusätzlich beanspruchen können? Diese beiden Organe arbeiten rund um die Uhr daran, den Körper im Gleichgewicht zu halten.

Nicht selten werden Veränderungen erst bei einer routinemäßigen Blutuntersuchung festgestellt. Dann taucht die Frage auf: Könnten bestimmte Nahrungsergänzungsmittel dazu beigetragen haben?

Die gute Nachricht: Bereits kleine Anpassungen bei der Auswahl und Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln können dazu beitragen, Leber und Nieren langfristig zu entlasten.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche neun Präparate häufig besondere Aufmerksamkeit erhalten, warum sie den Stoffwechsel stärker fordern können und wie Sie Nahrungsergänzungsmittel verantwortungsvoll einsetzen.


Warum Leber und Nieren so wichtig sind

Leber und Nieren gehören zu den leistungsfähigsten Organen des Körpers und erfüllen täglich zahlreiche lebenswichtige Aufgaben.

Die Leber übernimmt unter anderem:

  • den Stoffwechsel von Nährstoffen,
  • die Verarbeitung verschiedener Substanzen,
  • die Speicherung bestimmter Vitamine,
  • die Unterstützung beim Abbau und der Ausscheidung körpereigener Stoffwechselprodukte.

Die Nieren sind verantwortlich für:

  • die Filterung des Blutes,
  • die Ausscheidung von Abfallstoffen über den Urin,
  • die Regulierung des Flüssigkeitshaushalts,
  • das Gleichgewicht wichtiger Mineralstoffe.

Mit zunehmendem Alter können diese Organe weniger flexibel auf dauerhaft hohe Belastungen reagieren. Deshalb sollte insbesondere die langfristige Einnahme hoch dosierter Nahrungsergänzungsmittel individuell beurteilt werden.

Ernährungsfachleute weisen zudem darauf hin, dass eine ausgewogene Ernährung bei vielen Menschen bereits einen Großteil des täglichen Nährstoffbedarfs decken kann.


9 Nahrungsergänzungsmittel, bei denen Fachleute häufig zu besonderer Vorsicht raten

Die folgenden Präparate werden in wissenschaftlichen Veröffentlichungen und medizinischen Empfehlungen häufig erwähnt – insbesondere bei hohen Dosierungen oder langfristiger Einnahme ohne nachgewiesenen Bedarf.

1. Hoch dosiertes Vitamin A

Vitamin A ist wichtig für:

  • das Sehvermögen,
  • das Immunsystem,
  • die Hautgesundheit.

Da es überwiegend in der Leber gespeichert wird, können dauerhaft sehr hohe Mengen die Leber zusätzlich beanspruchen.


2. Vitamin D in hohen Dosierungen

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für Knochen und Muskeln.

Eine hoch dosierte Supplementierung ohne Laboruntersuchung kann jedoch den Kalziumhaushalt beeinflussen und dadurch die Nieren stärker belasten.


3. Vitamin E in großen Mengen

Vitamin E wirkt als Antioxidans.

Sehr hohe Dosierungen können jedoch die Blutgerinnung beeinflussen – insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente.


4. Vitamin K als Nahrungsergänzung

Vitamin K ist für die Blutgerinnung unverzichtbar.

Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten Vitamin-K-Präparate ausschließlich nach Rücksprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt verwenden.


5. Sehr hohe Mengen Vitamin C

Vitamin C ist wasserlöslich.

Überschüssige Mengen werden normalerweise über die Nieren ausgeschieden.

Bei dauerhaft sehr hohen Dosierungen kann dies die Nieren zusätzlich beanspruchen und bei entsprechend veranlagten Personen das Risiko für bestimmte Harnkristalle erhöhen.


6. Eisen ohne nachgewiesenen Mangel

Eisen ist für den Sauerstofftransport im Blut unverzichtbar.

Da der Körper überschüssiges Eisen nur begrenzt ausscheiden kann, kann sich dieses bei unnötiger Supplementierung allmählich ansammeln – insbesondere in der Leber.


7. Hoch konzentrierter Grüntee-Extrakt

Eine Tasse grüner Tee unterscheidet sich deutlich von hoch konzentrierten Extrakten in Kapselform.

Einige wissenschaftliche Berichte beschreiben bei wenigen Personen erhöhte Leberwerte nach Einnahme hoch dosierter Grüntee-Extrakte, besonders auf nüchternen Magen.


8. Hoch konzentriertes Curcumin

Kurkuma als Gewürz wird im Allgemeinen gut vertragen.

Curcumin-Kapseln enthalten dagegen deutlich höhere Mengen der aktiven Pflanzenstoffe und sollten insbesondere bei bestehenden Lebererkrankungen nur nach fachlicher Beratung verwendet werden.


9. Ashwagandha

Ashwagandha wird häufig zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens und im Zusammenhang mit Stressbewältigung verwendet.

Obwohl viele Menschen das Präparat problemlos einnehmen, wurden in Einzelfällen vorübergehende Veränderungen der Leberwerte beschrieben.


Fettlösliche Vitamine verdienen besondere Aufmerksamkeit

Die Vitamine

  • A,
  • D,
  • E,
  • K

gehören zu den sogenannten fettlöslichen Vitaminen.

Sie werden überwiegend in der Leber und im Fettgewebe gespeichert und nicht so leicht über den Urin ausgeschieden wie wasserlösliche Vitamine.

Deshalb bringen dauerhaft hohe Dosierungen nicht automatisch zusätzliche Vorteile.

In vielen Fällen liefern natürliche Lebensmittel bereits ausreichende Mengen, zum Beispiel:

  • Eier,
  • Milchprodukte,
  • buntes Gemüse,
  • Nüsse,
  • Samen.

Vitamin C und Eisen: Mehr ist nicht automatisch besser

Viele Menschen glauben, dass besonders hohe Mengen Vitamin C den Körper zusätzlich stärken.

Tatsächlich nutzt der Organismus nur einen Teil davon, während überschüssige Mengen ausgeschieden werden müssen.

Auch Eisen sollte nur bei nachgewiesenem Bedarf ergänzt werden.

Müdigkeit allein bedeutet nicht automatisch einen Eisenmangel.

Laboruntersuchungen helfen festzustellen, ob tatsächlich eine Supplementierung notwendig ist.


Auch pflanzliche Extrakte sollten bewusst eingesetzt werden

Zwischen natürlichen Lebensmitteln und hoch konzentrierten Extrakten besteht ein wichtiger Unterschied.

Beispielsweise ist

✅ eine Tasse grüner Tee

nicht vergleichbar mit

❌ einer Kapsel, die ein Vielfaches der enthaltenen Pflanzenstoffe liefert.

Dasselbe gilt unter anderem für:

  • Curcumin,
  • Ashwagandha,
  • weitere hoch konzentrierte Pflanzenextrakte.

„Natürlich“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt für jede Person geeignet ist.


Nahrungsergänzungsmittel können mit Medikamenten wechselwirken

Ein besonders wichtiger Punkt sind mögliche Wechselwirkungen.

Einige Beispiele:

  • Vitamin E kann die Wirkung bestimmter Blutverdünner beeinflussen.
  • Vitamin K kann mit Gerinnungshemmern interagieren.
  • Eisen kann die Aufnahme bestimmter Antibiotika vermindern.
  • Einige Pflanzenextrakte können Enzyme beeinflussen, die Medikamente gegen Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Cholesterinwerte verstoffwechseln.

Informieren Sie deshalb Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke stets über alle Nahrungsergänzungsmittel, die Sie regelmäßig verwenden.


So können Sie Leber und Nieren entlasten

Diese einfachen Maßnahmen können hilfreich sein:

✔ Erstellen Sie eine Liste aller Nahrungsergänzungsmittel.

✔ Notieren Sie die täglichen Dosierungen.

✔ Vergleichen Sie diese mit den empfohlenen Tagesmengen.

✔ Lassen Sie Laborwerte kontrollieren, wenn dies empfohlen wird.

✔ Beginnen Sie neue Präparate möglichst erst nach ärztlicher oder pharmazeutischer Beratung.

✔ Setzen Sie möglichst auf eine abwechslungsreiche Ernährung.

✔ Überprüfen Sie regelmäßig, ob jedes Präparat weiterhin notwendig ist.


Eine ausgewogene Ernährung bleibt die beste Grundlage

Viele Vitamine und Mineralstoffe lassen sich über eine abwechslungsreiche Ernährung aufnehmen.

Besonders empfehlenswert sind:

  • grünes Blattgemüse,
  • Zitrusfrüchte,
  • buntes Gemüse,
  • Bohnen,
  • Linsen,
  • Nüsse,
  • Samen,
  • Fisch,
  • Eier.

Diese Lebensmittel liefern Nährstoffe in einer Form und Menge, die der Körper meist gut verarbeiten kann.


Ausgewogenheit ist oft die beste Strategie

Nahrungsergänzungsmittel können bei einem nachgewiesenen Bedarf oder in bestimmten Lebenssituationen sinnvoll sein.

Sie sollten jedoch nicht automatisch oder dauerhaft ohne individuelle Einschätzung eingenommen werden.

Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Gesundheitskontrollen und eine fachkundige Beratung können dazu beitragen, Leber und Nieren langfristig zu unterstützen.


Häufig gestellte Fragen

Kann ein Multivitaminpräparat sinnvoll sein?

Ja. In bestimmten Situationen – beispielsweise bei einer eingeschränkten Ernährung oder besonderen Lebensphasen – kann ein moderat dosiertes Multivitaminpräparat sinnvoll sein. Ob dies notwendig ist, sollte individuell beurteilt werden.


Sind natürliche Präparate wie Ashwagandha grundsätzlich sicher?

Viele Menschen vertragen solche Präparate gut. Hoch konzentrierte Extrakte sind jedoch nicht für jede Person geeignet. Wer Medikamente einnimmt oder Leber- bzw. Nierenerkrankungen hat, sollte sich vor der Anwendung ärztlich beraten lassen.


Woran erkennt man, ob ein Nahrungsergänzungsmittel Leber oder Nieren beeinflusst?

Frühe Veränderungen verursachen häufig keine Beschwerden. Auffälligkeiten werden oft zunächst bei routinemäßigen Blut- oder Urinuntersuchungen festgestellt. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine vollständige Information über alle eingenommenen Präparate wichtig.


Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bevor Sie Nahrungsergänzungsmittel neu beginnen, absetzen oder verändern, sprechen Sie mit einer qualifizierten medizinischen Fachkraft – insbesondere, wenn Sie an chronischen Erkrankungen leiden, Leber- oder Nierenprobleme haben oder regelmäßig Medikamente einnehmen.

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